30 November 2006

Sechs+1 Tipps für effektive Architekturkommunikation

Hier einige Tipps, wie IT-Architekten die Ergebnisse ihrer Arbeit effektiv (d.h. zielgerichtet) und effizient (mit angemessenem Aufwand) an ihre Projektbeteiligten kommunizieren können:



  1. Arbeiten Sie iterativ, d.h. holen Sie aktiv Feedback ein, auch für Architekturentscheidungen und Dokumentation (nicht nur für Sourcecode!)

  2. Verwenden Sie Strukturschablonen, wie Volere (für Anforderungsanalyse) oder arc42 (für IT-Architekturen).

  3. Verhalten Sie sich strukturiert faul: Arbeiten Sie in hierarchisch, beginnen vom Abstrakten zum Detaillierten und hören sofort auf, wenn Ihnen auf einer Abstraktionsebene Dinge genau genug erscheinen. Ihre Erfahrung und Ihre Stakeholder (siehe Punkt 1) werden Ihnen sagen, was genug ist.

  4. Dokumentieren Sie (schriftlich) erwartete Änderungen architekturrelevanter Aspekte, beispielsweise Anforderungen oder technische Faktoren. Dadurch wissen Sie, wo Sie Flexibilität benötigen und wo nicht (sie müssen das wissen, denn Flexibilität ist teuer, auch wenn's manchmal anders aussieht...)

  5. Identifizieren Sie (aktiv) die Leser Ihrer Dokumente und Modelle - denn die geben Ihnen Hinweise, ob Ihre Arbeit gut genug ist (siehe Punkt 1). Das klingt banal - aber denken Sie über den Tellerrand der reinen Entwicklung hinaus: Administratoren, Operators, DB-Admins, Facharchitekten und auch Systemanalytiker können von Architekturergebnissen profitieren (und SIE als Architekt von deren Kommentaren!)


  6. Arbeiten Sie parallel - quasi gleichzeitig an mehreren


    • Sichten (Kontext-, Baustein-, Laufzeit- und Verteilungssicht)

    • Hierarchieebenen (abstrakt und detailliert)

    • Bearbeitungsrichtungen (Top-Down und Bottom-Up)




  7. Praktizieren Sie Kommunikation: Erklären Sie Ihre Architekturen, häufig und für verschiedene Stakeholder - und beachten Sie dabei Punkt 1! Nur so lernen Sie kommunizieren.


So - und nun viel Erfolg! (Ich freue mich über Feedback dazu - und weitere Tipps...)


25 November 2006

"Second Life" and the Power of Groups

Only recently I heard about the immensly popular online-game "Second Life" - where literally millions of (real) people inhabit a virtual world - community-building in perfection. Statistics from October 2006 count more than 30.000 residents logged in every day!


IBM took up the idea of community building and invited more than 300.000 employees, partners and clients to form their own community - and develop new ideas for products and services (I found this interesting report in Newsweek!). IBM's boss declared that they will spend significant amounts (> 100 Million US$) on those ideas. Cute idea - let everybody from your workforce and partners help you to collect and shape ideas - that's a way to realize group-potential!


I hurried to open a (free!) secondlife account - meet me there (Zorg42).


Update (Sun. 26th): Frank (see comment) wrote about this stuff - and pointed to Entropia (which supports only Windows-XP clients, SecondLife supports both Windows and MacOS).


20 November 2006

Things we ABSOLUTELY don't need...

People research strange things. Some guys from Akishima Laboratories (Osake University) came up with a machine that can paint on water by creating waves in a cylindrical tank. Watch yourself. If you come up with a (practical) application for that thing (called AMOEBA), let me know. On the other hand, it surely is great fun building absolutely useless high-tech geek-stuff - if the funding is right :-)


Workgroup file sharing on Mac and Windows

To prepare a joint-presentation or other workgroup-stuff, a shared (auto-sync) folder without the need of a central server is a nice thing to have. A few years of Groove definitely spoilt me - but there will be no Mac version in the near future (remember: Groove-founder Ray Ozzie, see also here,  way back also foundet Lotus and is now chief software architect for Microsoft) .


Now I found FolderShare - a free service by a small company called ByteTaxi (which was aquired by Microsoft in 2005). They provide clients for both Windows and MacOS, no fancy features but pure p2p file sharing, encrypted, closed workgroups, fast, no-hassle. It's operated mostly in a browser (I tried Firefox and IE under Windows and OmniWeb and Firefox on Mac - no problems).


Groove still is way cooler - but Windows-only :-(  Foldershare does what it's supposed to do - seems to be "here-to-stay". At least for me and my (small) workgroup :-)


17 November 2006

10 Jahre Sophist

Die  SOPHISTEN, industrielle und praktische Wegbereiter des methodischen Requirements-Engineering, feierten am 14. November 2006 ihr 10-jähriges Firmenjubiläum. Erstens herzlichen Glückwunsch an Chris Rupp, ihren "Rolo" und das gesamte Team.


Zweitens Glückwunsch zu dieser Feier (aah - ich durfte neben dem genialen Ambiente des Nürnberger Presseclubs auch noch eine kleine Rede halten) - nice crowd. Die Anwesenheit so vieler hochkarätiger Kunden bestätigt, dass es auch in Zeiten der Sparwut auch noch intensive und freundliche Partnerschaften gibt - das schaffen jedoch nach meiner Einschätzung nur sehr wenige Unternehmen. Also - weiter so.


(Mein...) Highlight des Tages: Gerhard Wohland's Vortrag über Denkwerkzeuge - wirklich denkwürdig! Niemals habe ich jemanden vorher derart druckreif sprechen hören!


(Kleine Randbemerkung: Schick, dass man im Presseclub das offene WLAN des benachbarten iMAX Kinos mitverwenden kann :-)


15 November 2006

Prio-Konferenz: dotNET und mehr

Prioconference fand vom 14.-15. November im wunderschönen Kurort Baden-Baden statt - gediegenes Ambiente, geniale Location (an die Veranstalter: Toll ausgesucht!). Klarer Schwerpunkt: dotNET - in allen Varianten (was beim Veranstalter dotNETpro auch nicht wundert). Gute 200 TeilnehmernInnen sorgten für idealen Füllstand der Vorträge.


Neu (und gut!) an dieser Veranstaltung war das Konzept der Vorab-Strukturierung: Die wesentlichen Themen hatten die Veranstalter im Vorfeld identifiziert und dann dazu passende Sprecher ausgesucht. Somit war bereits a priori gewährleistet, dass Inhalte auch zueinander passen und es weder Überschneidungen noch Auslassungen gibt. In diesem Sinne hat Ralf Westphal eine gute Hand für die Themen bewiesen.


Den Eröffnungsvortrag hielt ein wahrer Guru - Miguel de Icaza, bekannt als Gründer des Gnome-Projektes und des schon legendären Mono-Projektes (das macht übrigens die wichtigsten Teile des .NET Frameworks unter Linux und MacOS lauffähig - und öffnet damit für Windows-Entwickler neue Welten für Deployment).


Miguel's Talk war mind-boggling: Selten durfte ich einem derart kurzweiligen, vielseitigen und überzeugenden Vortrag zuhören - der Mann (junger Kerl, völlig ohne Allüren) wurde vom Time-Magazin als einer der Top-100 Innovatoren des neuen Jahrtausends gekürt - zu Recht! Da baut er als Demo flugs unter Windows eine kleine Forms-Applikation zusammen, die er dann unter (VMWare sei dank) unter Linux startet. Kategorie ultracool! Gegen Ende seines Vortrags trat das Kind-im-Manne zutage - da demonstrierte er (unter MacOS X), wie man unter Mono coole Echtzeitstrategiespiele bauen kann.


Ich durfte mit meinem Vortrag über "Software-Produktion" den Kontext für die übrigen Themen aufspannen: Anforderungsanalyse, Architektur, Entwicklung, Test, Betrieb - in all diesen Disziplinen müssen IT'ler heutzutage professioneller arbeiten, um unserem dynamischen Markt zu genügen.


Enterprise-Architektur

Einige aktuelle Infos zum Thema "Enterprise-Architektur":



  1. Von einem der erfahrensten Enterprise-Architekten, nämlich Wolfgang Keller, gibt's jetzt (endlich) das lang ersehnte Buch zum Thema. Gute Einführung und Übersicht, viele Ratschläge, allerdings nur für Praktiker mit etwas Berufserfahrung. Für diese jedoch 5 Sterne - absolut empfehlenswert.

  2. Ein weiterer erfahrener Enterprise-Architekt, Gernot Dern, hat sein Buch (Management von IT-Architekturen) mittlerweile in der zweiten Auflage (ISBN 3528058161) veröffentlicht. Er hat meiner Meinung nach die gründlichste Aufarbeitung der so genannten "Architekturpyramide", inklusive der passenden Begriffsklärungen.

  3. Die Computerwoche hat, animiert übrigens durch meinen Vortrag auf den SOA-Technology-Days der Deutschen Post, einen Artikel zum Thema "Enterprise-Architektur" geschrieben. Das pdf dazu ist glücklicherweise über Wolfgang Kellers "objectarchitects" online verfügbar.


06 November 2006

Es gibt noch Vernunft in Deutschland!!

Na, das ist ja mal eine GUTE Nachricht: Der BGH hat beschlossen, dass die von der EU geforderte Vorratsdatenspeicherung mit geltendem Recht nicht zu vereinbaren ist.


Ich finde, diese Art der angeblichen Verbrechensprävention wäre mit dem klassischen Begriff der Vernunft nicht vereinbar gewesen. Hätte nichts, aber auch GAR nichts genutzt und immens viel gekostet...


Mal schauen, wie lange es vom Tisch bleibt...


Gerücht begraben: Festplatte DOCH älter als SOA-Ansätze...

Peter Roßbach hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass IBM (laut Wikipedia) bereits 1956 eine (Art) Festplatte gebaut und an Kunden vermietet hat.


Ich hatte vorher auf meinem WJAX-Vortrag die These vertreten, dass die zentralen Ideen von SOA bereits vor der Erfindung der Festplatte (und nach der Erfindung des C-Compilers) entstanden - aber lose Kopplung, klare Schnittstellung und Metadaten waren sicherlich 1956 noch nicht en vogue.


Jedoch bleibe ich dabei: Die Grundideen von SOA schwirren (unter anderen Überschriften) schon lange durch die IT-Welt...


Workshop zu Software-Architektur

Mastering Software-Architectures -  vom dynamischen Referentenduo Peter Hruschka und Gernot Starke. Im schicken und praktischen Münchener Hotel Eden-Wolf, Nähe Hauptbahnhof, findet vom 12.-15. Dezember 2006 mal wieder der beliebte Architekturworkshop statt.


Aktuell dieses Mal: Vorstellung des arc42-Templates Version 2.1, das zur OOP im Januar 2007 live gehen wird. Gegenüber der Version 1.5 wurden diverse Details geändert und viele Hinweise von Anwendern eingearbeitet.


Noch (Stand 5. November) sind übrigens noch wenige Plätze frei - Anmeldung gerne per Mail an "info<at>arc42.de". Mehr Infos hier.


03 November 2006

ever forgot to attach a file to your email?

Did you ever forgot to attach a file to an email you just wrote - similar to the following:



"Dear Bill, please find attached my combined patches to your Vista Kernel. I fixed 975.765 critical and 658.230 fatal errors."



You found the mail appealing, pressed the "send" button - and desaster stroke: Bill received the mail, but without the attachment. The product was delivered without your valuable contribution :-)


Stefan was really nice - he attached the screenshot of a fancy mail.app plugin names attachment scanner (oh - did I mention this is for Mac-users only?), that checks the wording of your messages for hints of attachments - and warns you if you send the mail without the precious contents.



Celebrity Contra MDA?

In Gregor-the-Guru Hohpe's writeup of 2006 JAOO-Conference I found an interesting statement on MDA:



"... we discussed the trend towards MDC –Model-driven Crap."



As I'm personally more a friend than a foe of model-driven approaches, I'll let Gregor speak for himself. You got to come to your own conclusion concerning models, meta and such stuff. At least I found out in real projects that MD-approaches CAN help some people!